Arbeitskreis Ökumene in Heubach

Die ökumenische Landschaft in Deutschland hat sich in den letzten Jahren verändert. Vieles hat zur gegenseitigen Annäherung der Konfessionen  beigetragen, ökumenische Vielfalt wurde entdeckt und Abgrenzungen wurden überwunden. Der Weg zu einer  größeren Einheit der Kirche ist eingeschlagen.

WALL9657

Seit vielen Jahren besteht in Heubach eine lebendige Ökumene. So werden ökumenische Gottesdienste  gefeiert, so z. B. an Himmelfahrt  auf dem Schlossplatz und an Silvester in einer der Kirchen.  Es gibt ökumenische  Erlebnisgottesdienste für Kleinkinder mit ihren Eltern, das ökumenische Friedensgebet, gemeinsame Gottesdienste bei Hochzeiten, Jahrgangsfesten und Bibelwochen, die Kinderbibelwoche und den Weltgebetstag, sowie einen regelmäßigen Kanzeltausch. Immer wieder kommt es zu  Begegnungen der verschiedenen Kirchengemeinderatsgremien. Viele lebendige persönliche Beziehungen sind untereinander entstanden. Auch die Kinder-und Jugendgruppen haben sich konfessionell gemischt. Die Sozialstation ist schon lange ökumenisch und die beiden Krankenpflegevereine sind auf dem Weg, sich ökumenisch zu vernetzen.

Gemeinsamkeiten in den Blick nehmen

Diese Gemeinsamkeiten fördern das Verständnis zwischen den Konfessionen und die Achtung voreinander. Daher wollen wir im ökumenischen Arbeitskreis unserer Kirchengemeinden St. Bernhard und St. Ulrich alles gemeinsam tun, was gemeinsam getan werden kann. So soll unser entschiedener Wille zur Ökumene für die Christen unserer Gemeinden erfahrbar werden. Dies geschieht durch vertrauensvolle Arbeit im Arbeitskreis, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Beim ökumenischen Miteinander soll nicht alles, was uns unterscheidet, aus dem Weg geräumt werden. Jede Konfession hat ihre Traditionen, ihre Schwerpunkte, ihre charakteristischen Eigenheiten. Dies anzuerkennen und zuzulassen kann bereichernd sein und zum Nachdenken anregen; es ermöglicht, sich in Frage zu stellen oder sich auch zu „reformieren“.

Auf  diesem Hintergrund entstand im Jahr 2002 nach einer gemeinsamen Kirchengemeinderatssitzung der ökumenische Arbeitskreis.  Dieser hatte sich zunächst zum Ziel gesetzt, das Dietrich Bonhoeffer Haus im Gemeindegebiet „Rodelwiesen“  ökumenisch zu beleben. Dazu wurden Seniorennachmittage und Veranstaltungen  für Kinder und Jugendliche durchgeführt.

Auf Anregung des ökumenischen Arbeitskreises wurden sowohl im Jahr 2003 als auch im Jahr 2010, Fahrten zu den ökumenischen Kirchentagen nach Berlin und München  durchgeführt.

Ökumenische Themenreihe in der Erwachsenenbildung

Seit 2004 bietet der ökumenische Arbeitskreis Themenreihen in der Erwachsenenbildung an, die immer an drei Abenden im November stattfinden. Im Bewusstsein des gemeinsamen christlichen Glaubens werden Fragen zu aktuellen Problemen der Gesellschaft aufgegriffen  und Antworten gesucht. Folgende Themen standen beispielsweise in den letzten Jahren  auf dem Programm: „Begegnung mit dem Islam“, „Die Bedeutung des Sonntags“, „Organspende pro und contra“, „Arbeit- ein gutes Stück Leben – Arbeitswelt heute“.

Ziel des AK Ökumene ist es, Menschen einzuladen über ihren Glauben und ihre Lebensperspektive nachzudenken, darüber ins Gespräch zu kommen und in die Welt hineinzuwirken.

Außerdem gibt es zwei-dreimal im Jahr am Sonntagnachmittag das Angebot „SOFA – Sonntag für alle“: bei Kaffee und Kuchen ist Gelegenheit zur Begegnung, zum Spielen, Basteln und Singen.

Comments are closed.