Futtern wie bei Luthern

Einen inspirierenden und fröhlichen Abend erlebten die über 45 Gäste und Akteure des Lutheressens am 14.Juli im festlich geschmückten Gemeindehaus. Bei leckerem Essen konnten sie Luthers Tischreden lauschen und mit der Gruppe Banda Colini mittelalterlicher Musik genießen.

An der stilvoll gedeckten Tafel wurden die Gäste von den vier virtuos auf historischen Nachbauten spielenden Musikern eingestimmt. Mit einem Trinkspruch eröffnete Gemeindediakon Lars Wittek im farbigen Narrenkostüm und leitete mit Quizfragen gekonnt durch den Abend. Pfarrerin Löffler-Adam alias „Johanna“ kündigte humorvoll die Speisen an und startete mit Lutherbier, „Eyn herrlych Schluck „Hoffen und Malze“ zum Wilcome“ und „Griebenschmalze auf Sohle beiderlei Geschmacke“ die kulinarische Seite. Das reichhaltige Menü mit „Herzhafte Suoben von Lombardey“, „von dem Swine ein Stück, mit feinen Stampferarten“ und „leckere Fladen“ abgeschlossen durch „allerley schmackend Fruchtgelage“ wurde teils selbst durch ein Küchenteam zubereitet, teils von einem Metzger angeliefert. Jugendliche servierten in eleganter Kleidung alle Gänge in ansprechender Art.

Dazwischen zitierte Katharina von Bora alias Renate Stickel schmunzelnd den Reformator, der von Pfarrer Rudolf Spieth sehr anschaulich verkörpert wurde. Helga Klingler trat als Katharina Zell auf und berichtete über die wichtige Rolle der Frauen in der Reformationszeit. Reformator Melanchthon, inszeniert von Johannes Eck, und Gerhard Hölldampf als „ein polternder Mönch“ versetzten die Zuhörer in die durchaus spannungsreiche Epoche rund um Martin Luther.

Schließlich beschloss Pfarrer Rudolf Spieth mit Luthers Abendsegen und einem nicht ganz ernst gemeinten „Papstlied“ den gelungenen Abend.

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