Rückblick auf die Gottesdienste zur Woche der Diakonie

„Geht’s noch?“ – so lautete die doppelt bedeutende Frage über der Woche der Diakonie vom 25. Juni bis zum 2. Juli.

Dabei wurde vor allem das Thema Armut auf zweierlei Weise in den Blick genommen. Am 2. Juli kam es denn auch in zwei Gottesdiensten zum Klingen, als in Bartholomä und in Heubach eingeladen wurde, am 3. Sonntag nach Trinitatis miteinander zu feiern.

Es war Diakonin Doris Beck, Pfarrer Tino Hilsenbeck, Diakon Lars Wittek und Pfarrer Rudolf Spieth ein Anliegen, das Thema Armut in einer unmoralischen, humorvollen, aber dennoch tiefgründigen Weise zu beleuchten und mit der biblischen Botschaft in Verbindung zu bringen.

Sowohl in Bartholomä stand dabei ein Text aus dem Jakobusbrief im Mittelpunkt: Es gilt, Menschen ganz unabhängig von ihrem Äußeren sozusagen mit Gottes Augen sehen zu lernen, ihnen Respekt entgegen zu bringen und eine „Haltung“ der Solidarität mit armen Menschen auszuprägen.

Das wurde in einer Videosequenz zum Thema „Macht Geld glücklich?“ eingeführt und durch die Predigt vertieft, in der Diakonin Beck über die Herausforderungen der Arbeit in den diakonischen Bezirksstellen interviewt wurde.

In ähnlicher Weise – nämlich unter Einführung desselben Textes und einer humorvollen Videosequenz – stand in Heubach die Frage im Mittelpunkt: „Was verdienen wir?“ Dazu durften sich die Gottesdienstbesucher ein Geldstück aus einem Korb nehmen. Die Antwort auf die Frage, was einem jeden Menschen zusteht, gibt eigentlich der letzte Vers in Jakobus 2,13, wo es heißt, dass „die Barmherzigkeit über das Gesetz triumphiert“. Es bleibt sich gleich, „wieviel“ wir verdienen. Wichtig ist zu wissen, „was“ wir verdienen – nämlich einen sorgenfreien Platz in dieser Welt.

Die Lieder und die Gebete waren passend zu diesem so wichtigen Thema ausgesucht, die Mitwirkung des Chores der St-Ulrich-Kirche Heubach bereicherte das Feiern an diesem Morgen.

Die Besucherinnen und Besucher der Gottesdienste konnten die Erkenntnis mit in den Sonntag nehmen, dass das Thema „Armut“ nicht nur Sache der verfassten und organisierten Diakonie sein darf, sondern dass ein jedes die Aufgabe und die Möglichkeit hat, am „sorgenfreien Raum“ für alle Menschen mitzuarbeiten.

Die Haltung, die dabei an den Tag gelegt wird, kann dabei die entscheidende verändernde Kraft sein.


 

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